Seit einigen Monaten ist von einem neuartigen Influenza-Virus die Rede, der im deutschen Volksjargon bisher einfach nur als „Schweinegrippe“ bezeichnet wurde. Die ersten Fälle traten in Mexiko auf, wo zu Beginn dieses Kapitels der Geschichte die Schweinegrippe als massiv gefährlich eingestuft wurde. Es hieß damals, einige Tausend seien erkrankt und viele Hunderte bereits an der Krankheit gestorben. Man erinnere sich an den mutierten Grippenvirus-Vorgänger, die Vogelgrippe, die eine ähnliche Panikwelle auslöste.
Mittlerweile handelt es sich hierbei also um die zweite „Seuche“, deren Millionentote allerdings bisher ausblieben – die Pharma-Industrie jedoch hatte, obwohl sich die tatsächliche Apokalypse nie vollzog; nein, wohl wahr, davon sind wir weit entfernt, hohe Profite zu verzeichnen. Damals wie heute verursachte der Medienrummel eine Angst, die zu Millionenverkäufen an Tamiflu führte. Es darf sich nun also auch niemand darüber verwundern, dass die Allgemeinheit die Schweinegrippe nicht besonders ernst nehmen will. Die kürzlichen Meldungen, dass gerade durch die Impfung selbst, Personen den Tod fanden, vermindert das Misstrauen keineswegs. So entscheidet diese Frau ebenfalls, sich nicht impfen zu lassen, weil sie denkt, es sei viel Panikmache dahinter.
Doch zu glauben, es handle sich hier um einen Einzelfall, wäre ein großer Irrtum – der Tagesspiegel bestätigt die generelle Stimmung und Ahnungen der Deutschen und der Europäer, dass die Schweinegrippe ein Spielchen der Pharma-Industrie ist; das ist, wie wir sehen, nicht unbegründet.
Wenn man nun etwas nachforscht, dann wird man herausfinden, dass der englische Schauspieler der Harry-Potter-Reihe Rupert Grint Anfang Juli an der Schweingrippe erkrankt ist und dieser Bericht stammt immerhin aus der rennommierten Spiegel-Presse. Dort ist außerdem festgehalten, dass sich der „Zauberlehrling“ innerhalb kürzester Zeit so weit rehabilitieren konnte, dass dieser nur nach wenigen Tagen wieder seine Arbeit aufnehmen konnte. „Arbeit“, das bedeutet als Schauspieler selbstverständlich mit vielen Menschen, oft aus den verschiedensten Regionen, in Kontakt zu sein. Warum, so stellt sich hier die Frage, wurde ihm dies erlaubt, wo doch zu jenem Zeitpunkt die WHO bereits die höchste Pandemie-Warnstufe verlautbaren hatte lassen? Warum setzte man das Kamerateam, die Regisseure, die Bühnenarbeiter und alle anderen Schauspieler der Gefahr aus, sich mit der Schweinegrippe zu infizieren?
Die britische Regierung hingegen plant den Aufbau der nötigen Infrastruktur zur Masseneinäscherung von Leichen und für Massengräber, aufgrund des befürchteten Anstiegs der Toten durch die jährliche Grippewelle.
Die große Grippewelle wird mit Einbruch des Winters für die Städte vorausgesagt, da die Ansteckungsgefahr vorrangig durch kaltes Trinkwasser besteht. Ein Erkrankter scheidet die Viren aus und diese werden über Wasserleitungen zu den Klärwerken zur Wiederaufbereitung des Wassers geleitet. Das Verfahren, mit welchem das Wasser in den Städten von Krankheitserregern befreit wird, funktioniert mithilfe von Filtern und starkem UV-Licht. Die H1N1-Viren sind allerdings sehr klein in ihrer Erscheinung, weshalb nicht alle herausgefiltert können. Das UV-Licht tötet in der Regel Bakterien und Viren, doch auch hier ist nicht ausgeschlossen, dass einige Krankheitserreger überleben.
So lautet zumindest die offizielle Verlautbarung.
Tatsache ist: die Zahl der Toten ist gering; die WHO hatte die Pandemie-Warstufe 5 bereits ausgerufen, bevor überhaupt 1000 Menschen weltweit an dem Virus erkrankt waren; die Gefahr ist trotz allem offenbar nicht groß genug, um einen Schauspieler vom Set fernzuhalten und die Pharma-Konzerne schlagen unglaubliche Profite aus der entstandenen Panik.
Jeder bilde sich seine Meinung.
